In the Summertime…

Der Sommer ist da und die Freiluftsaison hat begonnen. Ich hoffe, dass mein nächster Auftritt möglichst viele von euch auf eurer Veranda, in der Hängematte oder im Autoradio erreicht, denn:
Am Donnerstag, den 28. Juni werde ich ab 15:00 Uhr bei Radio Rheinwelle in einer Spezialausgabe der “Bärenauslese” mit Andy Springer meine erste Radiosendung haben. Ich bin deswegen schon mächtig aufgeregt. :-)

Vor ca. 3 Jahren war ich schon mal bei Radio Rheinwelle – damals habe ich Biber Herrmann bei ein, zwei seiner Songs begleitet. Diesmal wird es umgekehrt sein, denn die Sendung dreht sich um meine Liedermacherei. Unter anderem werde ich ein paar meiner Songs live am Keyboard spielen; auch mein neuestes Lied, die “Gesichtsbuch-Talking-Polka”, wird zu hören sein.

Für die restliche Sommerzeit hoffe ich dann auf schönes Wetter, denn die nächsten Veranstaltungen sind outdoor geplant:

Am 04.Juli, ab 19:30 Uhr, spiele ich bei “Sommer im Park” im Kurpark Bad Camberg, Biber wird als Special Guest dabei sein
Am 01.August, ab 19:30 Uhr, gastieren die “Drei Frauen” im Kurpark von Bad Camberg
(bei schlechtem Wetter finden die Veranstaltungen im Bürgerhaus “Kurhaus Bad Camberg” statt)

Am 11.August, ab 18:00 Uhr, spiele ich auf der weißen Bühne des KuKuNat Farbenfestes in 65623 Netzbach

Am 25.August, ab 19:00 Uhr, bin ich Teil des Singer-Songwriter-Summits der Jazz-Initiative Eifel auf Schloss Weilerbach in 54669 Bollendorf (bei schlechtem Wetter wird die Veranstaltung in den Festsaal des Schlosses verlegt)

Ich wünsche euch einen schönen Sommer!

Der Mai lockt ins Frei

Wie durch das Umlegen eines Schalters ist es nun Frühling geworden und wenn man in der Sonne sitzt, wird schnell klar, dass der Sommer nicht mehr weit ist. Tatsächlich steht auch schon der Wonnemonat Mai vor der Tür und bringt nicht nur schönes Wetter, sondern auch jede Menge Konzerte.

Am 10.Mai werde ich mit Biber ins Jubez nach Karlsruhe kommen. Wie im Jahr zuvor werde ich Biber’s Konzert mit einem kleinen Set von 3-4 eigenen Liedern eröffnen und in der Folge auch einzelne Songs stimmlich begleiten. Auf Karlsruhe freue ich mich in doppelter Hinsicht, denn es ist nicht nur meine Heimatstadt, sondern ich habe an diesem Abend auch Geburtstag und hoffe, dass möglichst viele alte Freunde, Verwandte und Bekannte mit mir anstoßen werden.

Am 20.Mai (Pfingstsonntag) steht dann ein absolutes Highlight für mich an: ich spiele ab 11:30 Uhr auf der Newcomer-Bühne des altehrwürdigen Liederfestes Burg Waldeck.

Die Waldeck wurde schon in den 60ern bekannt, mit Namen wie Franz-Josef Degenhardt, Hannes Wader, Reinhard Mey und Hanns-Dieter Hüsch. Immer wenn wir uns, z.B. bei einem Auftritt getroffen haben, habe ich Colin Wilkie, einer der Mitbegründer der euorpäischen Folklore-Szene über das Festival ausgefragt. Colin trat damals mit seiner Frau Shirley Hart auf fast allen Burg-Waldeck-Festivals auf. Ich erwarte den Tag mit einer Mischung aus Vorfreude, aber auch ein wenig Ehrfurcht ob dieser langen, traditionsreichen Geschichte.

Am 21. Mai gehts dann weiter zu Bine Morgenstern und Wolf Schubert-K nach Dreieich, wo ich den Montag der diesjährigen Pfingstsause ihres Silent Sound Gardens eröffnen werde. Chillen in der Sonne bei Livemusik und gekühlten Getränken… so kann man sich den Mai wirklich gefallen lassen! Wer die zwei nicht kennen sollte: Bine Morgenstern ist die Frontfrau der Frauen-Band “The Slags” und Wolf Schubert-K ist derzeit mit seinem aktuellen Album “Free Spirit” in Sachen Folk / Singer-/Songwriter unterwegs.

Am Samstag, den 26.Mai steht ein Doppelkonzert mit Sue Ferrers im Atelier am alten Bahnhof in 65385 Rüdesheim-Assmannshausen an.

Die aus Neuseeland stammende Geigerin präsentiert Folk-Lieder auf der Nyckelharpa, einem traditionellen, schwedischen Volksinstrument. Ihre Instrumentalstücke öffnen ein Fenster zur musikalischen Seele Irlands, Skandinaviens und des Mittelalters und verführen zum Träumen und zur Melancholie der Sehnsucht. Ich glaube man merkt sehr deutlich, dass ich Sue’s Musik liebe und mich schon sehr auf diesen abwechslungsreichen und stimmungsvollen Abend freue.

Das wird ein toller Mai und ich hoffe, dass ihr bei dem ein oder anderen Event auch dabei sein könnt!

Frühlingserwachen

Mit großen Schritten geht es auf den Frühling zu und zeitgleich zum einsetzenden Erwachen der Natur beginnt auch für mich wieder eine aktivere Zeit durch die neue Konzertsaison.

Am Ostersamstag, den 31.März um 20:00 Uhr, werde ich mit den “Drei Frauen” ein Konzert im Limeskastell Pohl spielen. Das Limeskastell in 56357 Pohl ist ein authentischer Nachbau eines römischen Kastells mit Wachturm und den dortigen schönen Veranstaltungsraum kenne ich bereits durch ein Konzert mit Biber Herrmann. Um so mehr freue ich mich, in diesem Jahr zusammen mit Lea Radermacher und Enkhtuya Jambaldorj zu unserem Genre- und kulturübergreifenden Songwriterinnen-Abend dorthin zurückkehren zu können.

 

Weiterhin werde ich am 17.April um 19:30 Uhr ein Liedermacher-Doppelkonzert in der MajikLounge im Bürgerhaus Dielkirchen spielen. Die MajikLounge von Kenny Legendre & Margarete Schneider ist im Bad Kreuznacher Raum schon seit Jahren eine Institution und ich bin schon sehr auf die neue Location in Dielkirchen gespannt. Den Abend werde ich mir mit Oliver Heitzer teilen, der seine eigenen, deutschsprachigen Lieder mit Gitarre präsentieren wird.

Auf beide Konzerte freue ich mich schon sehr,  auch weil bei diesen Gelegenheiten mein neuer Song “Bis an das Ende aller Zeiten” die erste Bühnenluft erschnuppern wird.

Ich wünsche euch einen wunderschönen Frühling!

Danke 2017 – Willkommen 2018!

Ein weiteres Jahr geht allmählich zu Ende und ich sehne mich nach den schönen und stillen Momenten des bevorstehenden Winters und seiner Einladung zur Rückschau, zum Bilanz ziehen und zum Träumen, der ich gerne nachkomme.

Die Auftritte des Jahres 2017 waren für mich mit einer großen Weiterentwicklung verbunden. Was mit offenen Bühnen begann, führte in diesem Jahr immer häufiger hin zu Vorprogrammen und Doppelkonzerten und ersten Konzertanfragen für mein Liedermacherprogramm.
Das bestärkt mich darin, an meinen Träumen festzuhalten und den eingeschlagenen Weg weiter zu verfolgen.

Neben intensiven, musikalischen Momenten waren es vor allem die zwischenmenschlichen Begegnungen mit Zuhörern, Veranstaltern, Presse und Kollegen, die für die schönsten Erinnerungen in diesem Jahr sorgten und ohne die dies alles nicht möglich gewesen wäre. Danke dafür! :-)
Wenn man alle 1-2 Jahre an einen Veranstaltungsort zurückkehrt, fühlt sich das ein wenig an, als ob man einen entfernten Teil der Familie endlich mal wiedersieht. Und so freue ich mich schon jetzt darauf, wenn es im Frühjahr mit Konzerten weitergeht und ich einige Bühnen in Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg, Berlin und Thüringen wieder besuchen werde, die ich bereits kenne. Aber auch neue Veranstaltungsorte gilt es im nächsten Jahr zu entdecken.

Die letzte Gelegenheit, mich 2017 nochmal live zu hören, wird am Sonntag, den 10.12.2017, ab 17:00 Uhr, in Hanau, Hintergasse 8, in Christels Scheune sein. “Christel’s Scheune” ist so ein Ort, zu dem ich gerne zurückkehre. Ich habe die Bühne durch eine OpenStage-Veranstaltung kennengelernt und konnte dort bereits im letzten Jahr ein Doppelkonzert mit Biber Herrmann spielen. Auch in diesem Jahr werden Biber und ich uns den Abend teilen. Und diesmal wird auch unsere Freundin Sue Ferrers mit ihrer Nyckelharpa als Special Guest dabei sein, was dem stimmungsvollen Programm eine weitere Farbe hinzufügen wird.

Ich freue mich auf diese letzte musikalische Begegnung in 2017 und wünsche euch allen beschauliche und schöne Feiertage, sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Aus dem Leben eines Songs

Draußen fallen immer mehr braune Blätter von den Bäumen und damit ist es unübersehbar Herbst geworden. Eine tolle Jahreszeit, wie ich finde!

Neben schönen Spaziergängen in den buntgefärbten Hunsrücker Wäldern steht vor allem eines in nächster Zeit auf meinem Plan: Songwriting.
Ein neuer Song (noch ohne Titel) ist gerade mitten im Entstehen und da der Text schon fertig ist, konzentriere ich mich nun auf die Musik. Bis ich die Begleitung am Klavier wirklich ausgearbeitet habe, wird noch ein wenig Zeit vergehen und nach einer gewissen Übephase wird dann, vermutlich gg. Ende des Jahres, der Zeitpunkt kommen, an dem der Song das erste Mal Bühnenluft schnuppern wird.
Das ist ein wirklich aufregender Moment im Lebenszyklus eines Songs. Und wer denkt, dass ein Lied damit fertig ist, der irrt. Tatsächlich reift ein Song (ähnlich wie ein Künstler) auch erst im Rampenlicht. Erst vor Publikum zeigt sich, ob es Längen gibt, was verstanden wird und was nicht, was das Lied für eine Einbettung braucht (z.B. durch die Ansage), ob es die beabsichtigte Stimmung / Bilder auch erzeugt usw. In dieser Phase befindet sich z.B. mein Song “Babbel-Bärbel”, der nach den ersten Auftritten vor Publikum einige Federn in Form einer kompletten Strophe lassen musste.
Ein neues Stück bringt bei den ersten Auftritten automatisch eine anfängliche Unsicherheit, weshalb ich keinen Künstler kennen, der diese Augenblicke wirklich mag. Aber gleichzeitig schenkt einem diese “Un-Routiniertheit” ein hohes Maß an Konzentration und damit auch Intensität und Unverfälschtheit, die eine ganz eigene Atmosphäre erzeugen kann. Mit zunehmender Routine beginnt das Lied dann aber auch mehr zu atmen, mehr Raum für Ausdruck zu lassen und sich beim Spielen in Details zu verändern. Erst damit ist es für mich an dem Punkt, auch aufgenommen werden zu können, was die Entstehung einer CD zu einer längeren Reise werden lässt.

Wer mich mal wieder live hören möchte, der hat bis zum Ende des Jahres noch an vier Terminen die Chance dazu:
Ich spiele am 10. November ab 20:00 Uhr einen Kurzauftritt im Theater in der Kurve, 67434 Neustadt an der Weinstraße
Am 12. November bin ich ab 19:00 Uhr als Vorprogramm für Biber Herrmannn und Tilmann Höhn im Salon in 65344 Eltville-Martinsthal zu hören.
Am 1. Dezember spiele ich einen Kurzauftritt in der Kultpassage in 76870 Kandel
Und am 10. Dezember gibt es ein Doppelkonzert mit Biber Herrmann in Christel’s Scheune in 63457 Hanau

Ich wünsche euch einen goldenen Herbst und freue mich auf ein Wiedersehen bei einem meiner Konzerte!

Drei Frauen im Park

Letztes Jahr entstand bei mir der Gedanke, eine kleine Veranstaltungsreihe durchzuführen, bei der ich jeweils zwei weibliche Singer-Songwriterinnen bzw. Liedermacherinnen zu mir auf die Bühne einladen wollte. Die Veranstalterin der Bad Camberger Kurkonzerte “Sommer im Park”, Birgit Weyers, war von der Idee sofort begeistert und so begann ich mit der Planung.
Meine Wahl für den ersten Termin fiel auf Lea Radermacher und Enkhtuya Jambaldorj.

Lea Radermacher ist eine 19jährige Singer-Songwriterin aus Ingelheim, die mit der Gitarre in ihren eigenen, englischsprachigen Songs von der Liebe, dem Leben und dem Wunsch, den eigenen Weg zu finden, erzählt. Ich kenne sie schon von verschiedenen anderen Veranstaltungen, u.a. dem Idsteiner Jazz-Festival, bei dem sie die Veranstaltung eröffnet hat und ich weiß, dass sie ihre Zuhörer mit ihrer frischen Energie fesselt.
Die aus den Tiefen der Mongolei stammende Künstlerin Enkhtuya Jambaldorj nimmt ihr Publikum mit auf eine faszinierende Reise in das Reich der exotischen Klänge. Mit Gesang und auf landestypischen Instrumenten wie der Shudraga (Langhalslaute), Morin Khuur (Pferdekopfgeige), Yatga (Wölbbrettzither) vollzieht sie einen Streifzug durch die traditionelle zentralasiatische Folklore (Mongolei, Nordchina, Burjatien) und lässt dabei zugleich experimentelle Einflüsse aus der zeitgenössischen Weltmusik nicht aus.
Zusammen mit meinen eigenen, deutschsprachigen Liedern am Klavier ergibt sich ein dreigeteilter Konzertabend mit einer abwechslungsreichen, interkulturellen und genreübergreifenden Mischung, die in dieser Form sicherlich nicht häufig anzutreffen ist.

Und tatsächlich hat sich schon in dieser Anfangsphase ein weiterer Veranstalter gefunden, so dass sich die anfangs geplante lose Verbindung in Zukunft zu einem festen Projekt entwickeln könnte. Man darf gespannt sein…

Wer die “Drei Frauen” im Kurpark von Bad Camberg erleben möchte, der ist am 12.Juli ab 19:30 Uhr herzlich willkommen. Bei schlechtem Wetter wird die Veranstaltung im Kurhaus stattfinden.

Neben „Drei Frauen im Park“ werde ich am 2. August, ebenfalls ab 19:30 Uhr, mit meinem kompletten Programm noch einmal im Bad Camberger Kurpark bei “Sommer im Park” zu hören sein. Wie bereits im letzten Jahr wird mich dabei Biber Herrmann als Special Guest und virtuose Bereicherung begleiten.
Über euer Kommen würde ich mich sehr freuen und wünsche einen schönen Sommer!

Spontaner Spaß

Die letzte Zeit stand ganz im Zeichen spontaner Auftritte. Spontane Auftritte? Ja, die gibt es. Ich hatte gerade den Auftritt als Vorprogramm für Biber Herrmann im Karlsruher “Jubez” gespielt, als ich einen Anruf erhielt, dass bei der freien Bühne Landau jemand ausgefallen sei und ob ich einspringen wolle. Also legte ich in Landau noch einen Zwischenstopp ein, und vor vollem “Haus am Westbahnhof” hatten wir alle einen tollen Konzertabend. Bei der nächsten Gelegenheit wollte ich eigentlich nur als Zuhörerin und Begleiterin von Biber bei Ulrike Neradts “Bunte Runde” im wunderschönen Salontheater in Taunusstein zugegen sein. Bei Ulrike Neradts Veranstaltung im Martinsthaler KiK hatte ich ja bereits bei zwei Veranstaltungen gespielt. Im Salontheater dann lud mich Ulli Neradt ein, eine spontane Einlage zu geben und so spielte ich “Kühe mampfen Gras” als Abschluss von Biber’s Set. Später teilten wir, Ulrike Neradt, Ali Neander, Sabine Fischmann und Biber Herrmann für eine Zugabe die Bühne. Die Künstler-Welt kann wirklich manchmal sehr überraschende Momente offen halten und ich freue mich darüber, immer wieder Teil von ihr zu sein.

Am Sonntag gebe ich noch ein Solo-Konzert im Yoga-Studio von Tina Huber in Bad Schwalbach, danach geht es eine Woche auf Tour mit Biber Herrmann. In den für mich ausnahmslos neuen Locations spiele ich entweder ein kleines Set im Vorprogramm oder begleite Biber als “Special Guest” mit Zweitstimme.

Hier findet ihr die Termine:

Solokonzert:
Sonntag, 19. März, 12:30 Uhr – Yoga-Studio “Inner Smile” in 65307 Bad Schwalbach

Backing-Vocals für Biber Herrmann:
Montag, 20. März, 19:30 Uhr – Brauners Blues Corner im Brunnenhof, 54290 Trier
Dienstag, 21. März, 20:00 Uhr – Gitarrissimo im Gdanska, 46045 Oberhausen

Support mit Solo-Vorprogramm für Biber Herrmann:
Mittwoch, 22. März, 20:00 Uhr – Tragödchen im Buch-Café Peter & Paula, 40878 Ratingen
Freitag, 24. März, 19:00 Uhr – Friedenskirche, 47799 Krefeld

Ein Kreis schließt sich

Manchmal ist es schön, Träume aus der Kindheit wieder auszugraben. Als Kind und Jugendliche spielte ich nicht nur Klavier, sondern auch Saxophon. Um genau zu sein, habe ich mit Klarinette angefangen (B und Eb), um dann nach einigen Jahren zum Altsaxophon zu wechseln. Als ich nach über 20 Jahren Musikpause wieder mit Klavier begonnen habe, hätte ich niemals erwartet, dass auch die Liebe für das Saxophon zurückkommen würde, aber genau das ist passiert.

Mit dem Sopran-Saxophon im Salon, Eltville, 2016

Man sagt, dass man Fahrradfahren nicht wieder verlernt und zu meiner großen Überraschung konnte ich feststellen, dass noch sehr viel vom Saxophonspielen in meiner Erinnerung geblieben ist, auch wenn natürlich Übung und Geläufigkeit fehlen. Nun habe ich mir ein Sopran-Saxophon zugelegt und das bringt seine ganz eigene Herausforderungen mit sich, belohnt aber mit einem wunderschönen Klang irgendwo zwischen Saxophon, Oboe und Schlangenbeschwörer-Flöte.
Es ist ein tolles Gefühl, an diesen alten Faden aus der Kindheit wieder anzuknüpfen und deshalb habe ich sogar wieder nach Unterricht gesucht und bin bei Traute Mittlmeier im Rheingau fündig geworden. Außerdem habe ich mir nicht die Chance entgehen lassen, das Saxophon in einem gemeinsamen Song mit Biber Herrmann und und der Sängerin Claudia Beck zumindest kurz einsetzen zu können. Die erste Premiere davon gab es bereits im Salon in Eltville und ich freue mich schon sehr darauf, bei den kommenden Neujahrskonzerten im Januar im Gensfleischhaus in Eltville nochmal spielen zu können.

Wer nicht nur unsere dreistimmigen Stücke mit Saxophoneinlage erleben möchte, sondern auch Biber Herrmann in der Band mit Wolfgang Stamm und Gerhard Gänsler, sowie die Singer-Songwriter Wolf-Schubert-K, Lea Radermacher und Kathrin Kempf, der hat an den folgenden Terminen bei den Neujahrskonzerten von Biber Herrmann die Gelegenheit dazu:
Samstag, den 14. Januar, 20:00 Uhr
Freitag, den 20 Januar, 20:00 Uhr
Samstag, den 21. Januar, 20:00 Uhr
Sonntag, den 22. Januar, 18:00 Uhr
Tickets gibt es bei office@biber-herrmann.de, Tel. 0160/94478743 oder in der Bücherstube Lauer in der Fußgängerzone Eltville, Tel. 06123/61118.

Ich wünsche euch eine schöne, geruhsame Weihnachtszeit und einen guten Wechsel in ein freudvolles Jahr 2017!

Kühe mampfen Gras

Anja Sachs - Kühe mampfen Gras

Die vielen Nachfragen zum Lied „Kühe mampfen Gras“ bei meinen letzten Auftritten haben mich sehr gefreut, deswegen habe ich eure Anregung aufgegriffen und die “mampfenden Kühe” in einer lustigen Wohnzimmer-Session mit Biber zusammen aufgenommen. Den Song werde ich als kleines Dankeschön meinen bestehenden und zukünftigen Newsletter-Abonnenten zukommen lassen.

Anja Sachs - Kühe mampfen Gras

Foto: Volker Moser

 

Zum Jahresende wird es ein wenig ruhiger, was Auftritte angeht, so dass ich wieder mehr Zeit fürs Songschreiben und das Studio haben werde, auf mein letztes Jahres-Highlight von 2016 möchte ich euch aber jetzt schon hinweisen:
Ich werde am 11. Dezember ein Doppelkonzert mit Biber Herrmann in Hanau spielen. Der Veranstaltungsort “Christel’s Scheune” ist eine sehr stimmungsvolle Bühne mit gemütlich-warmer Atmosphäre und wer einen großen Ausschnitt meines Programms erleben möchte, der sollte sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen! :-) Da die Platzanzahl begrenzt ist, kann ich nur empfehlen, sich bei Interesse möglichst frühzeitig um Karten zu kümmern:
http://christels-scheune.de

Ansonsten gibt es noch die Möglichkeit, mich als Begleitstimme im Konzert von Biber Herrmann am 5.Dezember im JUKZ – Haus der Generationen in 56112 Lahnstein um 20:00 Uhr zu hören.

Einen schönen Herbst wünsche ich euch!

Was inspiriert mich?

Jeder Künstler hat vermutlich seine ganz eigene Erfahrung damit, was ihn inspiriert. Mich erfasst die Inspiration manchmal völlig unerwartet. Sie kommt vielleicht als ein Stückchen Melodie, oder als eine Textzeile, die dann in meinem Kopf an Gestalt gewinnt. Allerdings bin ich immer für mich alleine, wenn sie vorbeischaut, mache vielleicht gerade einen Waldspaziergang oder sitze gemütlich zuhause. Sie kommt also immer fern ab von jeglichem Trubel. Dann heißt es, eine Entscheidung zu treffen: lasse ich dieses anfangs flüchtige und fragile Fitzelchen von Idee liegen, oder hebe ich es gleich auf und mache mich an die „Arbeit“?
Entscheide ich mich dafür, das Stückchen aufzugreifen, dann setze ich mich sofort hin, um möglichst schnell eine Rohfassung der Idee zu Papier zu bringen oder eine Melodie aufzunehmen, und sei es nur auf dem Handy. Denn so intensiv die Begegnung mit der Inspiration auch in dem Moment erscheinen mag, sie kann kurze Zeit darauf wieder verschwunden sein und mit ihr die gerade entstandene Idee.

Das spätere Ausfeilen der Idee, textlich oder am Klavier, braucht dann zwar viel mehr Zeit, aber wichtig ist es, die Grundidee erst einmal festzuhalten. Danach kann das Stück weiter wachsen und das passiert sogar oft im Unterbewusstsein, beim Autofahren oder Einkaufen. Man ist sozusagen „schwanger“ mit der Idee. Während dieser Phase nimmt das entstehende Lied deshalb viel Raum in meinem Geist ein. Weitere Inspirationen zu neuen Stücken kommen bei mir meist dann erst wieder, wenn ein Song fertig ist und ich ihn nur noch zu üben brauche.

Und wie entstehen die Melodien im eigenen Kopf?
Im Laufe des Lebens füllt sich bei jedem Menschen eine Art „innerer Musik-Topf“, gespeist aus allen Musikstücken, die man jemals gehört hat, insbesondere jenen, die einen emotional berühren und denen man sich verbunden fühlt. Keith Richards, Gitarrist der Rolling Stones, sagte nicht umsonst:

“You better be aware of what you hear because it’s gonna show in your songs”

Frei übersetzt: “Achte darauf, was Du hörst; es wird sich in Deinen Songs zeigen.”
Zum anderen speist sich die Musik aus den Erfahrungen und Fertigkeiten mit dem Musikinstrument, die ein jeder in unterschiedlichem Maße erworben hat.
Das klingt vielleicht etwas „luftig“, aber es passt zu der Antwort, die Keith Richards auf die Frage „Wie schreibt ihr eigentlich eure Songs“ gab:

„Songs are surrounding us. We just grab into the air and write them down.“

Keith Richard’s Bild, die Songs seien bereits da, man müsse sie sich nur noch aus der Luft schnappen und niederschreiben, spiegelt sich auch in meiner eigenen schamanischen Erfahrung der Inspiration wieder.
Ich sehe sie als eine Art Quelle, ein „Loch“ im Boden, mit großen Steinen ebenerdig umrandet, aus dem ein unermesslicher und unaufhörlicher Inspirationsstrom aus der Tiefe in einem riesigen „Wirbelkörper“ nach oben steigt. Wer sich an den Rand dieses Kreativitäts-Wirbelsturms begibt und sich dafür öffnet, kann Ströme davon aufnehmen und in seine ganz eigene Kunst übersetzen. Und diese „Übersetzung“ ist eine zutiefst Persönliche. Derselbe Strom würde von einem anderen Menschen auch anders wahrgenommen, als auch ganz anders „übersetzt“ werden – sowohl textlich, als auch in Melodie und Musik. Deswegen ist es kein Problem, ein Thema, welches sich schon in Hunderten von Liedern wieder findet, noch einmal aufzugreifen. Jeder Künstler findet eine andere Melodie und andere Bilder und Worte, um das Thema so auszudrücken, wie es durch ihn hindurch möchte. Manche wählen völlig andere Kunstformen, um ein und dasselbe Thema auszudrücken, z.B. als Gemälde, als Plastik usw.

Quelle

Es ist ein besonderes Gefühl, manchmal eine Idee in dieser „universellen Quelle“ erspähen und daraus etwas formen zu können. Ich fühle mich dann verbunden mit etwas Größerem als dem eigenen selbst. Und der Prozess ist mit nüchternen Worten kaum zu beschreiben. Es hat etwas mysteriöses und ebenso beglückendes an sich.
Bob Dylan schwieg einen Moment, als er die Frage gestellt bekam, woher seine Songs denn kommen. Dann sagte er:

„I stare into the mist and try to get in touch with that wellspring of creativity. And from there they come to be with me“.

(Ich starre in den Nebel und versuche, mit der universellen Quelle der Kreativität in Berührung zu kommen. Und von dort kommen die Songs und begleiten mich.)


Dieser Text gehört zur Blogparade „Was inspiriert Dich?“ des Netzwerks Ariadne und wird Teil eines eBooks. Kulturschaffende Kolleginnen und Kollegen aus dem Raum Wiesbaden, die noch bis zum 31. Oktober 2016 bei der Aktion mitmachen wollen, finden die Teilnahmebedingungen unter https://netzwerkariadne.wordpress.com/2016/08/22/ein-ebook-zum-geburtstag